Familienrecht

Zahlreiche Gesetzesänderungen, umfangreiche Neuerungen in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes, des Bundesgerichtshofes und der Oberlandesgerichte in Sachen Familienrecht halten dieses Rechtsgebiet ständig im Fluss. Das Verfahrensrecht, das Güterrecht, das Recht von Ehewohnung und Hausrat, der Versorgungsausgleich, insbesondere aber das Unterhaltsrecht haben in den letzten Jahren umfangreiche Neuerungen und Änderungen erfahren.

Während des Bestehens einer Ehe ist es sinnvoll und vermeidet Streit einen Ehevertrag abzuschließen, in dem Fragen der Vermögensauseinandersetzung, Unterhaltsfragen, der Versorgungsausgleich und weitere Punkte in notarieller Form geregelt werden können.

Aber in den meisten Fällen gibt es einen solchen Vertrag nicht.

Während im Scheidungsverfahren die bloße Scheidung eine Formsache ist, entsteht langwieriger Streit vor Gericht in den sogenannten Folgesachen. Der Klassiker ist der Unterhaltsstreit um Kindesunterhalt, insbesondere um Ehegattenunterhalt. Wenn Vermögen vorhanden ist, muss dieses zwischen den Eheleuten fair aufgeteilt werden.

Die Leidtragenden im Scheidungsverfahren sind oft die minderjährigen Kinder. Hier ist es erforderlich, dass die Eltern einzeln oder gemeinsam den Kindern die Situation in aller Ruhe erklären. Es muss vermieden werden, dass Kinder das Gefühl bekommen sie wären die Trennung der Eltern schuld. Die Eltern müssen sich dazu durchringen ihre konfliktbeladene Paarebene von der Elternebene zu trennen, also die Kinder aus ihren Streitereien herauszuhalten. Bei Umgangsregelungen oder Regelungen zum Sorgerecht ist maßgebend das Kindeswohl. Elterninteressen treten in den Hintergrund.

Bei der Erziehung der Kinder sollten die Eltern trotz Trennung und Scheidung nach Möglichkeit an einem Strang ziehen.