Diskriminierung von Arbeitnehmern bei der Bewerbung auf einen Arbeitsplatz

Gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder sexuellen Identität unzulässig.

Bewirbt sich ein Arbeitnehmer auf eine freie Stelle und erhält er hierauf eine Absage, so kann darin eine Diskriminierung aus den oben angegebenen Gründen liegen.

Die Beweislage ist hierbei allerdings sehr schwierig.

Eine erfolgsversprechende Beweisführung ist allerdings erfahrungs-gemäß möglich bei der Diskriminierung wegen einer Schwer-behinderung. In den meisten Fällen konnte dem Arbeitgeber nachge-wiesen werden, dass er seine Verpflichtungen gemäß den Vorschriften der §§ 80 bis 82 SGB IX nicht erfüllt hatte. Eine Verletzung dieser gesetzlichen Pflichten stellt einen Anscheinsbeweis dar, dass die Bewerbung des Schwerbehinderten wegen seiner Schwerbehinderung nicht berücksichtigt wurde und damit eine Diskriminierung i.S.d. Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes vorliegt.

In diesen Fällen kann mit Aussicht auf Erfolg Schadensersatz verlangt werden. Als Schaden kann auch ein Schmerzensgeld geltend gemacht werden.